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 Constellation
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 Tristar
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Tristar

Mit der L-1011 Tristar wollte Lockheed den Markt der mittelgroßen Großraumflugzeuge erobern. Doch mit insgesamt nur 250 hergestellten Flugzeugen wurde die Tristar kein kommerzieller Erfolg. Mehr noch: Enttäuscht vom schwachen Absatz seines Flaggschiffs zog sich Lockheed vollständig aus der zivilen Luftfahrt zurück. Am Flugzeug selbst lag es nicht: Es war bei Passagieren wie bei den Besatzungen sehr beliebt.

Die Tristar war auf Basis einer  Ausschreibung von American Airlines entwickelt worden, die eine Verkehrsmaschine mit hoher Sitzplatzkapazität für die Kurz- und Mittelstrecken gewünscht hatte. Dieselbe Ausschreibung hatte Douglas zur Entwicklung seiner DC-10 geführt. Beide Hersteller kamen zu einem ähnlich Grundkonzept mit drei Triebwerken. Tristar und DC-10 wurden damit zu direkten Wettbewerbern.

Lockheed hatte sich exklusiv für neuartige Rolls Royce-Triebwerke entschieden. Wegen des hohen Entwicklungsaufwands geriet der britische Hersteller allerdings in finanzielle Schieflage und benötigte draufhin - wie auch Lockheed - staatliche Hilfe, was in Amerika zu zusätzlichen Kontroversen führte. Diese Komplikationen verzögerten das gesamte Projekt, und so kam die dreistrahlige Maschine von Douglas die entscheidenden Monate eher auf den Markt.

Die Tristar wurde 1972 zum Dienst zugelassen. Sie bot Platz für 256 bis 400 Passagiere. Lockheed schob kurze Zeit später auch noch eine langstreckentaugliche Variante nach. Doch hatte die Energiekrise inzwischen den gesamten Flugzeugmarkt praktisch zusammenbrechen lassen. So blieb der Tristar der kommerzielle Erfolg versagt. Insgesamt wurden 249 Maschinen verkauft. 1984 lief die Produktion - mangels weiterer Bestellungen - aus.

(zuletzt bearbeitet am 26. Dezember 1999)

Lockheed L-1011 Tristar

Die Tristar wurde aufgrund einer Studie der American Airlines von 1966 entwickelt.                Foto:Lockheed

Lockheed L-1011 Tristar

Neben der Air Canada gehörten u.a. auch British Airways, Delta, LTU, TWA, Cathay Pacific und Saudia zu den Kunden der Tristar.             Foto: Air Canada

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(08/03/01)

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