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Saab 90 Scandia

Um am erwarteten Nachkriegsboom der zivilen Luftfahrt teil zu haben, entwickelte Saab die 90 Scandia. Das Flugzeug hatte seine Meriten - allein der Boom blieb aus. Saab konnte mit Mühe an zwei Kunden insgesamt 18 Flugzeuge verkaufen. Damit legte der schwedische Militärkonzern das Thema “Zivilluftfahrt” erst einmal wieder für drei Jahrzehnte zu den Akten.

Wie andere Militärflugzeug-Hersteller auch, suchte Saab am Ende des zweiten Weltkriegs ein zweites Standbein. Die schwedischen Ingenieure entwarfen daraufhin ein Baumuster, bei dem die Douglas DC-3 sichtbar Pate gestanden hatte. Tatsächlich, so die Idee der Schweden, sollte die Scandia zumindest zum Teil die DC-3 Nachfolge antreten.

Das Kurzstreckenverkehrsflug von Saab bot Platz für 24 bis 36 Passagiere. Es absolvierte seinen Erstflug im November 1946. Die Produktion begann zwei Jahre darauf. Neben der SAS und der brasilianischen VASP konnte Saab aber niemanden für sein durchaus alltagstaugliches Flugzeug interessieren. Entweder flogen die Gesellschaften der Nachkriegszeit tatsächlich noch die rezivilisierten Militärmaschinen. Oder sie bevorzugten größere Flugmodelle.

So beendete Saab 1954 seinen ersten Exkurs in die Zivilluftfahrt. Die geplante Saab 90B mit Druckkabine wurde mangels Nachfrage gar nicht mehr gebaut.

(zuletzt bearbeitet am 9. Juli 2000)

 

Saab 90 Scandia

Ist als potentieller Nachfolger der DC-3 gedacht: die Saab 90 Scandia.                                         Foto: BM

Saab 90 Scandia

Nur zwei Fluggesellschaften - die  schwedische SAS und die brasilianische VASP - werden Kunden der Saab 90 Scandia.                                                 Foto: F. Fogh

Saab 90 Scandia

Trotz technischer Qualitäten kann Saab nur 18 Exemplare der Scandia verkaufen.    Foto: F. Fogh

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