rect Rechteck
 Home  Epochen  Flug  Sicherheit  Airlines  Service
 DC-3
 DC-4 DC-6 DC-7
 DC-8
 DC-9 / MD-80
 DC-10 / MD-11
webmaster@sphynx.de

Douglas DC-9 / MD-80 / MD-90

Rechteck

Technische Angaben für die DC-90-30

Erstflug

Bauzeit

Produktion*

25. Februar 1965

1965 - 2000

 2167

Mantelstromtriebwerk

Schub

Pratt & Whitney JT8D

2 x  6.500 KP

Spannweite

Länge

Höhe

28,47 m

36,37 m

8,34 m

Reisegeschw.

Gipfelhöhe

Reichweite

880 km/h

11.900 m

2600 km

Startgewicht

Besatzung

Passagiere

48.989 kg

2 + 3

97 - 115

*) DC-9, MD-80, MD 90 alle Varianten bis 2000

Neunmalgut

Douglas denkt frühzeitig daran, auch für die Kurzstrecke einen Jet anzubieten: Die ersten Vorschläge im Jahre 1959 allerdings finden keine gnädige Aufnahme bei den amerikanischen Airlines. So ist es den Europäern vorbehalten, mit der Caravelle und der One-Eleven die Marktlücke zu besetzen. Dann aber nimmt Douglas einen zweiten Anlauf und lanciert die DC-9. Der Hersteller zeigt grossen Mut und beschließt 1963 Entwicklung und Produktion, obwohl noch keine Airline vorbestellt hat. Aber der Mut lohnt: die DC-9 ist ein grosser Wurf: sie wird in 35 Produktionsjahren unter verschiedenen Bezeichnungen rund 2.300 mal produziert - und lebt als Boeing 717 sogar heute noch fort.

 

Douglas DC-9
Die DC-9 ist der erste amerikanische Kurzstrecken-Jet und bleibt sogar eine bemerkenswert lange Zeit allein in diesem Segment. Die DC-9, die 1965 ihren Service aufnimmt, kontert Boeing mit seiner 737 erst über zwei Jahre später. Hauptkonkurrent für Douglas ist daher zunächst die schon am Markt eingeführte One-Eleven aus britischer Produktion.

Douglas hat sich entschieden, die zwei Triebwerke direkt am Rumpf zu montieren, eine Anordnung, die 1958 erstmals bei der Sud Caravelle gewählt wird. Diese Konstruktion  bietet erhebliche aerodynamische Vorteile und verbessert das Handling, falls ein Triebwerk aussetzen sollte. Tatsächlich wird die DC-9 zu einem Muster an Verläßlichkeit und Zuverlässigkeit.

Die DC-9 in ihrer ursprünglichen Auslegung für 72 bis 95 Passagiere ist reichlich klein geraten. Die Nachfrage bleibt daher eher enttäuschend. Als Erfolgsmodell entpuppt sich dagegen die um 4,60 Meter gestreckte Variante DC 9-30, die im August 1966 ihren Erstflug absolviert. Spezifische Wünsche von SAS und der Swissair führen zu weiteren Serien. So werden bis 1982 in verschiedenen Ausführungen mit 90 bis 125 Sitzplätzen insgesamt 976 Exemplare der DC-9 ausgeliefert. Das ist ein bemerkenswertes Verkaufsergebnis.

McDonnell Douglas MD-80
Die MD-80 heisst zunächst einfach DC-9 Super 80. Die gründlich modernisierte Version der DC-9 absolviert ihren Erstflug im Oktober 1979 und ersetzt 1982 alle anderen bis dahin produzierten Versionen. Ein Geniestreich des Marketings gibt dem Flugzeug dann 1983 den ganz neuen Namen.

Die Super-80 ist nochmals verlängert und bietet 145 bis 172 Passagieren Platz. McDonnell liefert den Flieger wieder in unterschiedlichen Varianten aus, die die Endnummern -81, -82, -83 und -88 tragen. Erstkunde des neuen Modells ist im September 1980 die Swissair. Den Durchbruch für die MD-80 bringt allerdings erst ein Grossauftrag der American Airlines Mitte der 80er Jahre. Die Finnair wünscht sich später eine verkürzte Variante, die die Nummer -87 trägt, aber dabei nicht sehr erfolgreich wird. Die Baureihe MD-80 allerdings wird für McDonnell zu einem Kassenschlager: Bis zum Produktionsstopp Anfang 2000 werden rund 1400 Maschinen ausgeliefert.

McDonnell Douglas MD-90
Auch Erfolgsmodelle wollen Modellgepflegt werden: So bringt McDonnell Ende der 80er Jahre die MD-90 Serie auf den Weg. Wichtigste Veränderung: Die kleine McDonnell erhält hochmoderne Triebwerke von International Aero Engines IAE V2525. Zum Ausgleich für die schwereren Triebwerke im Heck verlängern die Ingenieure dem Rumpf im vorderen Bereich und geben der alten DC-9 damit eine hochelegante und modern-effiziente Silhouette. Die MD-90 bietet bis zu 172 Passagieren Platz. Der Prototyp startet im Februar 1993.

Trotz hoffnungsvollen Beginns bleibt das Projekt schnell stecken: Zum einen laufen nicht so viele Bestellungen ein wie erhofft. Zum anderen verhindert die McDonnell-Übernahme durch Boeing jede Fortentwicklung des Programms. Denn die MD-90 ist nach wie vor ein direkter Wettbewerber der kleinen Boeing 737. So werden bis Januar 2000 nur 134 MD-90 gebaut.

Lediglich die verkürzte MD-95 findet Gnade vor den Augen der Boeing-Chefs. Die McDonnell Entwicklung, deren Format sogar ziemlich genau dem der ursprünglichen DC-9 entspricht, wird von Boeing ins eigene Programm übernommen und erhält einmal mehr eine neuen Namen: Boeing 717.

 

(zuletzt bearbeitet am 21. April 2001)

Douglas DC-9

Gehört mit knapp 1000 verkauften Exemplaren zu den populärsten Passagierflugzeugen überhaupt: die DC-9, hier die 1966 vorgestellte Variante mit bis zu 115 Sitzplätzen.                                        Foto: Swissair

McDonnell Douglas MD-82

Die Ende der 70er Jahre vorgestellte MD-80 wird mit 1400 Einheiten zum Verkaufsschlager.   Foto: Swissair

McDonnell Douglas MD-90

Das hoffnungsvolle Projekt McDonnell Douglas MD-90      scheitert - nach der Übernahme durch Boeing bevorzugen die neuen Herren den Wettbewerber  737 aus dem eigenen Stall.                                        Foto: McDonnell

LINKS ZUM THEMA: Douglas DC-9
McDonnell Douglas MD-80 / MD-90

(21/04/01)

[Home] [Epochen] [Flug] [Sicherheit] [Airlines] [Service]

[Kontakt zumWebmaster]