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Boeing 757                        

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Technische Angaben für die 757-200

Erstflug

Bauzeit

Produktion

19. Februar 1982

seit 1982

> 880 (bis 2000)

Mantelstromtriebwerk

Schub

Rolls-Royce RB.211-535C

2 x  16.965 KP

Spannweite

Länge

Höhe

38,05 m

47,32 m

13,56 m

Reisegeschw.

Gipfelhöhe

Reichweite

855 km/h

12.900 m

8.500 km

Startgewicht

Besatzung

Passagiere

108.800 kg

2 + 7

186 - 231

Der Ferienflieger

Viel, viel sparsamer und deutlich leiser: Das sind die Schlüsselworte im Lastenheft, als sich die Boeing Ingenieure Ende der 70er Jahre daran machen, einen Nachfolger der erfolgreichen 727 zu entwickeln. Die Verantwortlichen haben ihre Aufgabe gut gelöst: der Spritverbrauch gegenüber dem älteren Trijet sinkt um bis zu 43 Prozent und die 757 gehört bis heute zu den wirtschaftlichsten Flugzeugen ihrer Klasse. Das prädestiniert sie zum “Ferienflieger” - und weil sie als größtes Normalraum-Flugzeug bis zum Erscheinen des Airbus A 321 praktisch keine Konkurrenz hat, wird die 757 gleichzeitig auch zum Verkaufsschlager.

Die Entwicklung der 757 erledigt Boeing übrigens im Doppelpack: Um Kosten zu sparen wird das Großraumflugzeug 767 parallel an den Markt gebracht.

Die 757 ist nicht der erste Anlauf von Boeing, einen modernisierten Nachfolger der guten alten 727 zu entwickeln. Allerdings können die ersten Entwürfe die Airlines nicht richtig überzeugen. Erst die weitgehende Neuentwicklung, die ein ungleich moderneres und sparsamers Flugzeug möglich macht, findet ausreichendes Interesse am Markt: British Airways und Eastern Airlines gehören zu den ersten Käufern.

Die 757 behält denselben Rumpfdurchmesser wie die 727 (oder auch die 737). Es handelt sich also um ein klassisches Kabinenlayout mit einem Mittelgang. Allerdings kommt die 757 mit zwei Triebwerken aus, die Boeing daher unter die Tragflächen verlegt. Im Verlauf der Entwicklung weicht auch das - bei der 727 so markante - T-Leitwerk einem Kreuzleitwerk.

Zur Entwicklung der 757 greifen die Boeing Entwickler erstmals etwas tiefer in die Trickkiste der modernen Technologie: Die Tragflächen erhalten eine günstige Aerodynamik (was Sprit sparen hilft) und Boeing verwendet in größerem Umfang moderne Werkstoffe (Kohlefaser und neue Aluminium-Legierungen), die Gewicht sparen und damit ebenfalls den Verbrauch senken. Pratt & Whitney oder Rolls-Royce steuern zudem Mantelstromtriebwerke mit hohem Nebenstromverhältnis bei, die noch mehr Kerosin sparen und darüber hinaus auch leise sind. Im Cockpit werden erstmals Bildschirmgeräte eingebaut, die einen Teil der Rundinstrumente ersetzen.

1982 werden die ersten 757 in den Liniendienst gestellt. Im Herbst 1996 entschließt sich Boeing schließlich - vor allem auf Drängen des Ferienfliegers Condor - auch endlich die von vornherein geplante verlängerte 757-300 auf den Markt zu bringen. Die ab 1999 eingesetzte gestreckte 757 bietet Platz für bis zu 289 Fluggäste.

(zuletzt bearbeitet am 1. Oktober 2000)

 

 

 

Boeing 757

Gehört zu den ersten Kunden für den Nachfolger der 727: British Airways.                  Foto: British Airways

Boeing 757

Viel Platz auf dem Weg an die Sonne: Die 757-300 wird wegen ihrer Wirtschaftlichkeit vor allem von Chartergesellschaften eingesetzt.           Foto: Boeing

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(30/09/00)

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