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Dornier Do 728jet Familie                     

Rechteck

Technische Angaben für die Do 728jet

Erstflug

Bauzeit

Produktion

vielleicht nie

-

0

Mantelstromtriebwerk

Schub

General Electric CF34-8D3

2 x 59,1 kN

Spannweite

Länge

Höhe

26,62 m

25,75 m

8,86 m

Reisegeschw.

Gipfelhöhe

Reichweite

825 km/h

12.500 m

4.700 km

Startgewicht

Besatzung

Passagiere

 34.900 kg

2 + 2

70

Familienplanung gescheitert

Dornier will einer der drei großen Hersteller von Regionalflugzeugen werden. Dazu entwickelt das Unternehmen eine Familie von Regionaljets, deren erster Sproß, die Do 728jet, 2002 in Dienst gehen soll. Als renommierter Launch-Customer wird die Lufthansa gewonnen. Doch das Milliarden schwere Entwicklungs- programm überanstrengt den kleinen Hersteller. In der Insolvenz findet sich kein einziger Investor, der weiteres Geld in das Programm einschießen möchte. Die hochfliegenden Pläne scheinen geplatzt.

Für den wachsenden Markt von Regional- verbindungen gibt es nach der Pleite von Fokker kaum ein passendes Flugzeug: die existierenden Maschinen sind entweder zu durstig (Avro), von älteren Turboprops abgeleitet (Embraer) oder aufgepäppelte und gestreckte Businessjets (Canadair). So entscheidet sich Dornier, für dieses Segment eine vollkommen neue Familie von Regionaljets zu entwickeln.

Die Do 728jet, die 928jet und die 528jet sind auf Mittelstrecken bis 3000 km Reichweite ausgelegt. Sie sollen den Passagieren durch eine geräumige Kabine angemessenen Flugkomfort bieten und wirtschaftlich zu betreiben sein.

Das Konzept, 1998 in Berlin präsentiert, überzeugt die Airlines. Die Lufthansa wird Launch-Customer und ordert 60 Maschinen und weitere Optionen. Aber der kleine Hersteller hat sich mit dem Milliarden-Programm übernommen. Die Entwicklung verzögert sich. Ursprünglich sollten die ersten 728jet im Jahr 2002 an die Lufthansa geliefert werden, der 55sitzige 528jet Mitte 2002 in die Erprobung gehen und der 928jet, der 90 bis 95 Passagieren Platz bietet, im Sommer 2003 verfügbar sein.

Mit der Insolvenz im Sommer 2002 platzen alle  Hoffnungen. Besonders bitter: gerade die so hoffnungsvoll entwickelte neue Flugzeugfamilie schreckt alle Investoren ab. Bis Ende 2002 findet sich kein Käufer, der die Entwicklung weiterführen möchte.

(zuletzt bearbeitet am 28. Dezember 2002)

Dornier Do 728jet

2002 wollte die Lufthansa die ersten von 60 bestellten Do 728jet in Dienst stellen. Nach dem Zusammenbruch von Dornier wird daraus nichts.                      Foto: Lufthansa

Dornier Do 928jet

Das ehrgeizige Dornier Programm sah vor, eine ganze Familie von Regionalflugzeugen zu bauen. Die Do 928jet sollte ab 2003 abheben.              Foto: Dornier

Dornier Do 528jet

Dritter Spross der geplanten Familie hätte die kleinere Do 528jet werden sollen - wenn sich nur ein Investor für das Milliardenprogramm gefunden hätte. Foto: Dornier

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(27/12/02)

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